Senioren

Das Jahr neigt sich seinem Ende entgegen. Es bleiben nur noch wenige Tage – ein guter Zeitpunkt, um innezuhalten. Vielfach durften wir erleben, wie Gott in diesem Jahr durch die uns anvertrauten Gaben großen Segen wirken konnte.

Jedes Jahr planen wir unseren Dienst im Glauben und Vertrauen, dass Gott uns durch Sie, liebe Freunde, mit den Mitteln versorgt, die wir für all diese Aufgaben an den Menschen im Osten benötigen. Und doch, kurz vor Ende des Jahres wird unser Glaube geprüft angesichts des großen Geldbetrags, der uns noch fehlt, um all das finanzieren zu können, was wir angepackt haben und was wir an Herausforderungen auch für das kommende Jahr sehen.
Wir bitten Sie, uns bei dem vielfältigen Dienst von LICHT IM OSTEN zu unterstützen, und legen Ihnen heute auch noch besonders die Arbeit an bedürftigen Senioren ans Herz.

Ist da jemand der mich sieht?

Immer wieder erleben wir, dass es so viele einsame, traurige und hoffnungslose alte Menschen gibt. Das zu sehen, macht uns betroffen. Aber wir haben eine begründete und erlebbare Hoffnung weiterzugeben, wie die folgenden Beispiele zeigen. Und das motiviert uns und unsere Partner, für diese Menschen Sorge zu tragen – mit Ihrer Hilfe.

Ukraine

Eine Seniorin schrieb diese Dankeszeilen an LICHT IM OSTEN in Kiew:
„Guten Tag, ich heiße Valentina und komme aus Poltawa. Ich beziehe eine kleine Rente, die gerade für Mietkosten und ein paar Lebensmittel ausreicht. Neues zum Anziehen kann ich mir schon seit langem nicht mehr leisten. Meine Kleider waren so abgetragen, dass ich mich nicht mehr unter die Leute und in den Gottesdienst traute. Ich schämte mich dafür zu sehr. Sonntag für Sonntag saß ich deswegen traurig und einsam in meinem einfachen Zuhause. Mit einem dicken Kloß im Hals und einer Leere im Herzen vermisste ich sehr die Gemeinschaft  mit meinen Glaubensgeschwistern. Mir war es peinlich zuzugeben, warum ich nicht mehr in den Gottesdienst kam. In meine nicht enden wollende Einsamkeit hinein rief mich der Pastor an. Er und seine Frau wollten mich besuchen kommen. Als sie kamen, brachten sie einige Kartons mit Kleidung und Schuhen mit. Für jede Jahreszeit war etwas Passendes dabei. Völlig überwältigt brachte ich kein Wort heraus. Der Pastor sah mich liebevoll an und erklärte mir: ‚Die Mission LICHT IM OSTEN hat uns diese Hilfsgüter für Bedürft ige in der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Heute beschenken wir Sie damit!’ Mir wurde ganz warm ums Herz. Ich fühlte mich, als hätte Jesus Christus persönlich mir dieses Wunder geschenkt. Niemandem hatte ich von meiner Not erzählt, sondern sie nur im Gebet zum Ausdruck gebracht. Am nächsten Sonntag eilte ich ohne meinen Gehstock zum Gottesdienst. Ich fühlte mich so, als ob ich fliegen könnte vor lauter Freude und Dankbarkeit. Ich erzähle Ihnen davon, weil ich Ihnen so dankbar bin, dass Sie sich um uns alte Menschen kümmern und mit nützlichen Dingen des Alltags versorgen und damit zum Segen für uns werden. Gott segne Sie dafür!“

Russland

Pjotr Lunitschkin, unser Missionar und Leiter von LICHT IM OSTEN in Russland, hat ein neues Gemeinde-Projekt ins Leben gerufen: „Freude im Alter“. Bei diesem Projekt sollen einsame Senioren in der Gemeinde mit jungen Menschen und Familien zusammengebracht werden, damit sie eine herzliche Beziehung zueinander aufbauen und sich gegenseitig unterstützen. Hierzu erzählt er:
"Eine junge Familie ging nach dem Gottesdienst auf eine ihr bis dahin noch unbekannte ältere Frau zu. Sie stellten sich ihr vor und sagten, dass sie sich gerne um sie kümmern und ihre ‚Enkel’ werden möchten und die Frau deren ‚Oma’ werden solle. Die ‚frischgebackene’ Oma strahlte, nahm die Hände der jungen Leute und streichelte diese. Mit der Zeit auten sie eine enge Beziehung zueinander auf. Sie erzählten sich gegenseitig aus ihrem Leben. Dabei erfuhren sie, was für ein schweres Leben die alte Frau hinter sich hatte. Das Zusammenleben mit ihrem alkoholabhängigen Mann und ihren drogensüchtigen Kindern war für sie sehr belastend gewesen. Unter dieser Situation hatte sie sehr gelitten, auch nachdem keiner mehr von ihnen am Leben war. Ein Neues Testament hatte für sie die Wende gebracht, wodurch sie zur Gemeinde gekommen war. Nun hatte sie eine neue Familie mit Herzensenkeln. Noch auf dem Sterbebett vergangene Weihnachten strahlte sie über ihr ganzes vom Leid gezeichnetes Gesicht. Ihre letzten Worte waren: ‚Diese Weihnachten habe ich verstanden, welche Bedeutung die Gemeinde hat – sie ist eine echte Familie in Christus.’“

Moldawien

Des einen Freud ist des anderen Leid. Wenn der Herbst und Winter naht, freuen sich die Kinder auf den Schnee. Aber vielen alten Menschen bereitet diese Jahreszeit große Sorgen. „Wie kann ich heizen, woher bekomme ich das Holz und wer macht es mir klein?“ Unser Missionar Alexander Katana macht sich jeweils im Herbst gemeinsam mit Jugendlichen und einer Motorsäge im Gepäck auf, um für Senioren Holz zu sägen. Bei dieser Aktion wird es nicht nur warm im Haus, sondern auch in den Herzen der Senioren, wenn Sie zusätzlich zu der Freundlichkeit und Güte, die in dieser großen Hilfe zum Ausdruck kommt, auch das Evangelium hören.
Die Not in Moldawien ist sehr groß, besonders in ländlichen Gegenden. Mit den in Korntal gesammelten Hilfsgütern, die nach Moldawien transportiert werden, besucht unser Missionar Sergej Gultschenko mit seinen Mitarbeitern bedürft ige Senioren auf den Dörfern. Sie bringen ihnen Kleidung und Schuhe. Diese freuen sich sehr über die unverhoffte Hilfe und die warmherzige Zuwendung im Gespräch. Darin erleben sie Gottes Fürsorge.

Die Hoffnung lebt!

Diese Beispiele zeigen: Viele alte und einsame Frauen und Männer im Osten sehnen sich nach Zuwendung, danach, dass ihnen jemand zuhört und eine helfende Hand reicht. Unsere Missionare und die Mitarbeiter unserer Partner im Osten suchen gezielt solche Personen auf. Sie schenken ihnen Nähe, praktische Hilfe durch Kleidung, Schuhe und Lebensmittel, sie hören ihnen zu und erzählen ihnen von der Hoffnung, die in Jesus Christus liegt. Dazu gebrauchen sie auch unsere Bücher, Zeitschriften und Hörbücher und zünden so ein LICHT im Leben dieser Menschen an.

Liebe Freunde,

für den Dienst unter bedürft igen Senioren und den noch fehlenden großen Betrag für dieses Jahr bitten wir Sie um Ihre Hilfe mit Ihrer Spende. Bitte beten Sie auch dafür, dass die Senioren durch die sichtbare Hilfe und das weitergegebene Evangelium Gottes barmherzige Liebe erfahren und dass wir dieses Jahr finanziell doch noch ausgeglichen abschließen können.

Ihnen ein ganz herzliches Danke!

Aktuelle Spendenaktion: M6-2017 Senioren