Hilfsgüter

"Waska war 85 Jahre alt, als Sie zum ersten Mal in unsere Sozialküche für Ältere Menschen kam. Bei diesen Treffen in unserer Sozialküche, die wir jeweils im Winter und Frühjahr anbieten, erhalten Senioren eine warme Mahlzeit und etwas Brot für zuhause. Außerdem lesen wir mit ihnen in der Bibel, führen Gespräche und beten mit ihnen. Waska war eine für ihr Alter noch sehr vital aussehende Frau und von Anfang an sehr aufgeschlossen. Schon nach ein paar Treffen bat sie uns um eine eigene Bibel. Wir schenkten ihr ein Exemplar und sie las fortan eifrig darin.

Vor der Sommerpause sprach ich mit den Senioren ein Gebet, in dem sie, wenn sie wollten, ihr Leben Jesus anvertrauen konnten, und alle haben mit mir dieses Gebet gesprochen, so auch Waska.
Im September erhielt ich dann einen Anruf von der Frau, die Waska mit zu unseren Treffen in der Sozialküche gebracht hatte. Sie teilte mir mit, dass Waska plötzlich verstorben sei. Auf der Trauerfeier erzälte Waskas Sohn einer Freundin der Mutter, die selbst auch Besucherin unserer Sozialküche ist, dass seine Mutter in der Bibel gelesen habe. Nun habe er selbst mit 60 auch angefangen in der Bibel der Mutter zu lesen, um Antworten auf seine eigenen Lebensfragen und Schwierigkeiten zu finden. Er sagte: 'In meinem Leben läuft alles schief, weil ich nicht getauft bin.' Die Frau antwortete ihm: 'Das Wichtigste ist doch, dass du den Wunsch hast, mit Gott ins Reine zu kommen! Deine Mutter würde sich sehr über deine Entscheidung freuen. Ich werde dich mit Menschen zusammenbringen, die dir dabei helfen werden.'"

Hilfe für Leib und Seele

Einem erschreckend großen Teil der Menschen in Russland, Osteuropa und Zentralasien mangelt es an etlichen lebensnotwendigen Dingen. Viele kämpfen mit ihrer kleinen Rente ums Überleben, einige leben ganz auf der Straße. Die Mitarbeiter und Missionare von LICHT IM OSTEN kümmern sich um diese Menschen, indem sie ihnen mit praktischer Hilfe zur Seite stehen. Dazu gehören zum Beispiel: Lebensmittelpakete, Kleidung, eine warme Mahlzeit, die Unterbringung in einem Reha-Zentrum, Medikamente und kleinere medizinische Hilfeleistungen. Bei aller praktischen Hilfe hören
die Menschen auch von der Liebe Gottes und lernen das Evangelium von Jesus Christus kennen. Die Menschen benötigen unsere Hilfe ganz praktisch und auch für ihre Seele.

Tat und Wort - das Evangelium erlebbar weitergeben...

Sozialküche in Bulgarien
Eine Mitarbeiterin schreibt:
„Dank der finanziellen Unterstützung ist es uns nun möglich, die Sozialküche weiter zu betreiben. Die Menschen, die zu uns kommen, sind ‚Früchte des Atheismus‘, die nie gelernt hatten, sich an Gott zu wenden und zu ihm zu beten. In kleinen Schritten öff nen sich die Teilnehmer der Mahlzeit auch Gott gegenüber.
Alina lag nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus, aber sie konnte es kaum erwarten, endlich wieder in unsere Sozialküche zu kommen. Sie fühlt sich in der Gemeinschaft so wohl und ist sehr interes-siert an dem, was wir den Leuten über Gott erzählen und aus der Bibel vorlesen.
Eine pensionierte Lehrerin für Literatur besucht auch die Gruppe, hört immer sehr aufmerksam zu und stellt jede Menge Fragen. Sie sagte nun, sie wolle ihre Sünden bekennen, allerdings nicht vor allen, sondern lieber zuhause in der Stille. Wir sind so froh, solch einen Dienst tun zu dürfen, bei dem wir die Menschen nicht nur mit Brot und einer warmen Mahlzeit versorgen, sondern ihnen auch das Wort Gottes nahebringen können. Für viele alte Menschen ist es oft noch die einzige Möglichkeit, mit dem Evangelium in Kontakt zu kommen, bevor sie sterben. Seit Beginn unseres Dienstes sind schon einige Dutzend derer, die das Evangelium gehört und für sich angenommen hatten, heimgegangen. Wir sind so dankbar für die Möglichkeit dieses Dienstes!“

 

Hilfe in der Ukraine
Missionar Michail Wlassenko schreibt:
"Bei unseren Zeltmissionseinsätzen haben wir neben der christlichen Literatur auch Kleidung und Schuhe verteilt. Innerhalb von drei Tagen konnten wir an rund 500 Personen Hilfe weitergeben. Die Menschen hier tun mir leid, ihr Einkommen ist so gering, dass es kaum zum Essen reicht, und dazu kommen die extrem gestiegenen Wohn-Nebenkosten. Wenn ich all diese bedürftigen Dorfbewohner sehe, denke ich: 'Oh Herr, es tut so weh, diese Not zu sehen! Da muss man nicht bis nach Afrika fahren, Afrika ist bereits hier in diesem Dorf Koselschina!' Die Menschen zeigten sich sehr dankbar für die Kleidung und für die medizinische Hilfe, die wir geleistet haben. Und voller Neugier nahmen sie freudig die ausgelegte Literatur mit. Die Tat öffnet das Herz, das Wort heilt das Herz!"

 

Dienst an Obdachlosen in Russland
Pjotr Lunitschkin, St. Petersburg, schreibt:
"Von den Obdachlosen in unserer Stadt leben rund 40% selbstverschuldet auf der Straße und die anderen 60% aufgrund von Armut, Krankheit und Alter. Obdachlose sind in unserem Land, wie vermutlich überall auf der Welt, nicht sonderlich gern gesehen und stehen am Rande der Gesellschaft .
Natalia, 70 Jahre, verlor ihre Wohnung, weil ihr Sohn mithilfe gefälschter Papiere ihre Wohnung verkaufte, um sich Bargeld zu verschaffen. Vor Gericht konnte sie sich nicht durchsetzen, da ein amtlich vollzogener Wohnungsverkauf nicht rückgängig gemacht werden kann. Seither lebt sie ohne feste Bleibe und schlupft bei ihren Bekannten unter. Ihre Rente reicht kaum fürs Essen und so kommt sie zu uns in unsere Sozialküche zum Mittagessen. Wir unterhalten uns mit ihr, beten mit ihr und bemühen uns, sie zu ermutigen.
Sergej, ein hoffnungsloser Säufer, wurde von seiner Schwester hinausgeworfen, die anschließend auch die Wohnung verkaufte und seither unauffindbar untergetaucht ist. Deshalb lebt er nun auf der Straße. Der Alkohol ist sein engster Begleiter geworden. Auch er kommt egelmäßig in unsere Sozialküche. Er ist sehr dankbar für die warme Mahlzeit und vor Kurzem konnten wir ihn dank Kleiderspenden neu einkleiden.
Einmal pro Woche kochen ehrenamtliche Helfer von LICHT IM OSTEN in St. Petersburg Mahlzeiten und fahren dann mit dem Essen an die Stellen, wo man Obdachlose antreffen kann. Sie geben ihnen zu essen, unterhalten sich dabei mit ihnen, beten mit ihnen und lesen ihnen aus dem Wort Gottes vor. Einige junge Leute konnten wir in christlichen Reha-Einrichtungen unterbringen. Wir glauben und beten, dass etliche dieser Menschen sich eines Tages Gott anvertrauen und erkennen, dass Gott sie nicht vergessen und seinen Sohn auch für sie geopfert hat, damit sie leben können."

Von der Liebe bewegt...

In unseren Einsatzländern werden wir mit viel Not konfrontiert. In seiner Liebe zu diesen Menschen hat Gott es uns aufs Herz gelegt, dieser Not an den Stellen zu begegnen, wo es uns möglich ist. Dies tun wir dadurch, dass wir diesen Menschen sowohl praktisch helfen als auch ihnen das gute Evangelium von Jesus Christus durch Wort und Schrift  bringen.
Eine warme Mahlzeit, Kleidung und Schuhe, Medizin, ein offenes Ohr oder ein ermutigendes Wort, ein Gebet und ein Wort aus der Bibel mit diesen Dingen begegnen unsere Mitarbeiter und Missionare den Bedürftigen in Russland, Osteuropa und Zentralasien. So helfen sie die Not dieser Menschen zu lindern, machen sie mit der Liebe Gottes bekannt und schenken ihnen Hoffnung.

Liebe Freunde,

für den Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten, für den Transport von Hilfsgütern aus Korntal zu unseren Partnern und den Einsatz unserer Mitarbeiter vor Ort benötigen wir Ihre finanzielle Hilfe. Wir bitten Sie um Spenden für diese Aufgabe an bedürftigen Menschen und um Ihr Gebet für diesen Dienst.

Vielen, vielen Dank, dass auch Sie sich hinter diesen Dienst stellen!

Aktuelle Spendenaktion: M2-2018 Hilfsgüter