Russland WM

Auswirkungen des Antiterrorgesetzes:

Festnahmen von Jugendlichen beim Verteilen christlicher Literatur während WM in Russland

Einer unserer Missionare berichtet von den evangelistischen Einsätzen parallel zur Fußball-WM: „Wir hatten uns christliche Bücher zum Thema Fußball angeschafft mit dem Zeugnis eines Fußballers über seinen Glauben .... Wir sind uns dessen durchaus bewusst, dass missionarische Tätigkeit ohne die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen verboten ist, und wir halten uns daran. Das Buch enthält alle vom Gesetz vorgeschriebenen Angaben, ein paar Ansichtsexemplare haben wir sogar an die Administration des Präsidenten und ans Sportministerium geschickt. Es gab keinerlei negative Reaktionen von dort. Das Einzige, wozu im Buch aufgerufen wird, ist, im Glauben zu Jesus zu kommen … Vor kurzem zogen wir alle wieder los, um Bücher zu verteilen. Unsere Jugendlichen, darunter ein 13-jähriger Junge, wurden dabei festgenommen. Alle Bücher, die sie bei sich hatten, wurden konfisziert … Die Bedingungen des Gewahrsams waren nicht gerade kindgerecht: Die Jugendlichen saßen zwischen betrunkenen Fans und bekamen kein Wasser zu Trinken. Wir als Eltern wurden vorgeladen und befragt und mussten schriftliche Erklärungen abgeben. Bemerkenswert: Für die Beschlagnahmung der Bücher wurden Zeugen hinzugerufen, die sich wunderten und nicht verstehen konnten, warum die Jugendlichen festgenommen worden waren. Die Bücher fanden sie ganz interessant und hätten sie am liebsten gelesen, aber das hat man ihnen verwehrt … Wir erklärten, dass die Administration des Präsidenten darüber informiert sei und ebenso das Sportministerium …  Man versprach uns, uns zu einer Befragung vorzuladen, da unsere Handlungen auf missionarische Aktivitäten schließen ließen und die Bücher noch auf extremistischen Inhalt geprüft würden. Eigentlich ist inzwischen schon genug Zeit vergangen, wir hätten längst entweder zur Befragung vorgeladen werden oder die Bücher zurückbekommen müssen. Bis jetzt herrscht aber Stille …

Bitte unterstützen Sie uns im Gebet, dass diese Situation unseren weiteren Dienst nicht behindert. Dieser Vorfall zeigt, dass das Gesetz unnötigerweise da angewendet wird, wo der Gesellschaft keine Gefahr droht.“

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